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Eddie Turner (featuring The Trouble Twins)
Live At The Heritage Blues Festival October 2008
Live At The Heritage Blues Festival October 2008 Spielzeit: 55:55
Medium: CD
Label: Eigenproduktion, 2008
Stil: Blues Rock

Review vom 02.01.2009


Joachim 'Joe' Brookes
Nach Live At The Triple Door und Live At The New Orleans Rhede 2007 macht der amerikanische Gitarren-Zauberer mit vorliegendem Album den Dreier komplett.
Aktueller kann ein Konzert-Mitschnitt wohl kaum veröffentlicht werden, denn die CD lag bereits zur Herbst-Tour 2008 zum Verkauf bereit. Diese Eigenproduktionen haben eine gesteigerte Nachfrage und entsprechenden Absatz.
Welche Vorteile bietet denn jetzt diese Scheibe?
Einerseits wurde sie im Trio eingespielt. Neckisch bezeichnet Turner seine beiden Begleitmusiker als die 'Trouble Twins' und meint damit den Bassisten Jimmy Trujillo sowie Recard 'Scotty' Rivera an den Drums.
Andererseits gibt es bei den sechs Songs gleich drei, die bisher auf keinem Studio-Album vertreten sind: "Blues Fall Down Like Rain", "Mr. Blues" und "My Soul's On Fire".
Immer wieder gerne gehörte Turner-Markenzeichen sind natürlich auch vorhanden. Ein fast viertelstündiges "Rise", siebeneinhalb Minuten "So Many Roads" sowie das überlange "Privileged Life".
Die Nummern sind also nicht aus Pappe und so schraubt sich die Spielzeit auf genüssliche 56 Minuten hoch.
Eddie Turner in Trio-Begleitung ist schon etwas Besonderes. Die Intensität seiner Gitarren-Bearbeitung kommt in jedem Track voll zum Tragen. So kristallisiert sich heraus, was der Teufelsjunge alles auf der Gitarre veranstaltet und er kann sich bei seinen instrumentalen Ausflügen auf eine knackige Rhythmus-Abteilung verlassen. Jimmy Truijllo ist schon sehr lange sein Stamm-Bassist und auch der Drummer sorgt durch sein diffenenziertes Trommeln für Freude vor den Boxen.
Eine solche Aussage, wie sie im ersten Track der Platte getroffen wird, wünscht sich doch jeder Anhänger dieses Genres: "Blues Fall Down Like Rain". Fast beschwörend singt Turner die Text-Zeilen und die sich wiederholende Tonfolge aus Gitarre und Bass haben hypnotischen Charakter. So setzt man eine Titel-Zeile auch musikalisch um. Bis zu einem Break und was dann auf den Hörer niederprasselt ist ein Bottleneck-Sturm, für den man allerdings keinen Schutz braucht. Trujillo als auch Rivera verzaubern stoisch weiter und Turner meldet nach langem Slide-Ausflug zurück auf dem Boden des Song-Themas.
Da darf man schon einmal gespannt auf die Studio-Fassung der Komposition sein. Dazu dürfte wohl feststehen, dass man hier bereits eine ausführlichere Version hört.
In "Rise" ist Trujillo knapp drei Minuten solo an seinem fünfseitigen Arbeitsgerät unterwegs und sein Rhythmus-Kumpel bringt es auf knappe eineinhalb Minuten. Gefühlt ist der Alleingang länger…
Gegen "Privileged Life" nutzt kein Widerstand. Wenn der Song nicht in die Beine geht, dann weiß ich es auch nicht. Gegenüber der "… Triple Door"-Ausgabe ist das Ding um weitere 2 Minuten gewachsen. Wo stecken die? Ganz klar, Turner kann es nicht lassen und soliert sich quasi Blasen an die Finger. Eine an Furiosität fast nicht zu überbietende Einzelleistung, bis er wieder sanft auf der so eingänigen Tonfolge landet.
"Mr. Blues" ist ein weiterer neuer Track und der beginnt sehr verhalten. Bass und Drums geben nur ganz wenig Takt vor und dann erhebt sich dieses Stück 12-Takter erst einmal durch ein tolles Solo des Gitarristen, der fast ausschließlich am oberen Ende des Griffbrettes aktiv ist. Zum Teil gehauchter Gesang ohne 6-Saiter. Es geht ruhig weiter, Turner spielt nur wenige, aber klasse Licks und immer wieder meint man: Jetzt geht es los! Aber bis zu diesem Punkt des Ausbruch kommt es nicht und genau deswegen ist mächtig Spannung im Stück. Es wird immer ruhiger, Rivera sowie Trujillo verabschieden sich und Turner beendet die Nummer ganz alleine. Ein Prachtstück an Live-Musik.
Mit "My Soul's On Fire" brennt dann wieder die Hütte, auch wenn es ein relaxtes Intermezzo darin gibt. Dieser Track ist bester Blues Rock mit einem nicht zu verachtenden Anteil von dem, was man in den Siebzigerjahren auch gut gefunden hat.
Rundum ist diese Live-Kost nicht von der Tischkante zu weisen und erfüllt genauso wie die beiden vorherigen Eigenproduktionen den Qualitätsstandard eines vortrefflichen Konzert-Einblicks.
Warten wir auf die nächste Europa-Tour.
Line-up:
Eddy Turner (guitars, vocals)
Jimmy Trujillo (bass)
Recard 'Scotty' Rivera (drums, backing vocals)

 

 

 


 

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