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Eddie Turner / 08.11.2009, Cultureel Podium Roepaen, Ottersum (NL)

Stand vor einiger Zeit ein Ladies-Day im gut gefüllten Konzertkalender des Roepaen, so ging es nun um die Herren der Schöpfung.
Eddy Turner spielte mit seiner energetischen Auslegung des Blues Rock die Ausnahmerolle zwischen den Singer/Songwritern des Nachmittags beziehungsweise Abends.
Der Mann aus Denver hatte, wie zu erwarten war, seinen etatmäßigen Bassisten Jimmy Trujillo mitgebracht. An den Drums saß Tony Black, der nicht nur einmal die Gelegenheit hatte, seine feinmotorischen Künste auf den Fellen und Becken in Soli zu zeigen.
Trujillo hatte wieder seinen sechssaitigen Bass geschultert und lässig legte die Rhythmusfraktion einen fast schon mystischen Groove für das Eröffnungsstück "Rock Me Baby" aus. Balladesk beginnend kam es zu eruptiven Ausbrüchen an der Gitarre und immer wieder gab es nach ruhigen Phasen Dynamikeinschübe. Turner hatte sich, vor der Tür des Nightclubs gut zu hören, schon beim Soundcheck eingespielt, sodass die Soli bereits zu Beginn die von ihm bekannte Länge und Emotionalität hatten. Fast fünfzehn Minuten dauerte Teil eins des Auftritts und zum Ende des Openers wurde aus der Ballade ein Songmonster par excellence.
Jimmy TrujilloWaren es der Bassist als auch Drummer, die ganz zu Beginn im Spotlight standen, sorgte der Protagonist persönlich für den Einstieg in "Ask Myself Why".
Erstaunlich, ist doch auch dieser Track einer der ruhigeren. Dennoch gab es keine zeitlichen Bindungen für die Stücke und Kurzgeschichten waren noch nie ein Ding von Eddy Turner, zumindest nicht bei Konzerten.
Am Ende des Gigs war bei rund zehn gespielten Nummern in gut neunzig Minuten klar, dass Turner, bei allem Freiraum, den er seinen Begleitmusikern ließ, viel zu sagen hatte.
Blues ist die Flüssigkeit in den Adern eines musikalischen Körpers und jeder Bestandteil fließt durch das Herz. Bei allen anwesenden Besuchern traf der Gitarrist und Sänger mitten ins pumpende Organ und auch die Gefühle wurden nicht nur durch einen Streifschuss berührt. Das am Boden befindliche Gitarrenequipment war natürlich vollzählig vorhanden. Sehr wenig Gebrauch machte der Amerikaner allerdings vom Wah Wah-Pedal. Dafür bevorzugte er den Wibbel an seiner cremefarbenen Fender Stratocaster umso häufiger.
Eddie TurnerMinutenlange groovete sich das Trio durch die Songs und "Ask Your Daughter" zeichnete Turner in den schillernsten Farben eines Rock'n'Roll-Stückes. Selbstredend hatte auch diese Nummer den deutlichen Anstrich des Mannes aus Colorado. Beeindruckend war immer wieder seine Stimme, die er problemlos von flüsternd bis schreiend einsetzen konnte. Parallelen zu seinem Gitarrenspiel waren unüberhörbar.
Nett wies er vor dem nächsten Stück darauf hin, sein Arbeitsgerät wechseln zu wollen. Er griff zur blauen Fender und die steht auch für Bottleneck.
Auf Roepaen hatte der Mann vom Sound alles fest im Griff und sorgte für ein tadelloses Klangerlebnis. Turner & Co. mögen es laut, der Blues Rock ist schließlich kein Genre für Zimperliche, aber die Regler waren sehr gut eingestellt.
Eddie Turner"Blues Falls Down Like Rain" beinhaltete Teil eins der Soloauftritte des Drummers Tony Black. Dazu ließ Trujillo seinen tiefen Sechssaiter leise mitschnurren und nachdem sich der Schlagzeuger ausgetobt hatte, ging es abermals in die Vollen.
"Mr. Blues " war der Tatort-Kommissar des Abends. Ebenfalls zurückhaltend begann dieses Stück. Gespickt mit herrlichen Licks und einem besonderen Wechselspiel zwischen instrumentaler Spannung sowie gesungenem Refrain, war dieses Stück, abgesehen von der Zugabe der Primus inter Pares. Black legte sich nochmals so richtig ins Zeug, als es zu seinem zweiten Solo kam und mit einem wunderschönen Hendrix-Intermezzo namens "... Mary" konnte der 'Devilboy' in "Dangerous" mit einem gefährlich verzerrten Gitarrensound aufwarten. Ähnlich wie das Basssolo im folgenden Titelstück der CD Rise hatten manche Passagen den Charakter eines Happenings, oder sollte man besser von Jam sprechen. Ja, jammen kam der Sache schon sehr nahe.
Dann war leider Schluss mit der wieder einmal besonderen Performance eines der Leistungsträger des sehr gut gespielten Blues Rock. Turner hat da schon lange eine eigenständige musikalische Sprache gefunden, die seine Auftritte bisher immer zu einem Ereignis, auch psychedelischer Art, werden ließen.
Eddie TurnerNein, dann war doch noch nicht endgültig Schluss... irgendwann in der Vergangenheit hatte ich bezüglich eines Stücke geschrieben, dass dieses nie aus der Setlist verschwinden dürfe. Es handelt sich um "Previledged Life" und davon war bisher nichts zu hören gewesen.
So relaxt, wie viele Teile des Gigs waren, fragte Turner in Richtung Trujillo, was man denn spielen sollte? Da von dort keine Antwort kam, gab es einen leisen Wink mit dem Zaunpfahl von einem Besucher in der ersten Reihe. Es war genau dieser phantastische Song mit seiner wunderschönen Gitarrenlinie und unzähligen Breaks, bei denen man stets meinte, der Track sei zu Ende, aber immer wieder begannt man aufs neue mit diesen Tönen, die hoffentlich auch in Zukunft viele seiner Konzerte bereichern werden. Das war zum Abschluss ein Satz, so lang, wie so manches Turner-Stück.
Wir bedanken uns bei Chris Tangelder vom Cultureel Podium Roepaen für die problemlose Akkreditierung.
Line-up:
Eddy Turner (guitars, vocals)
Jimmy Trujillo (bass)
Tony Black (drums)
Eddie Turner     Eddie Turner     Jimmy Trujillo     Eddie Turner
Eddie Turner     Eddie Turner    

 


 

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